Wer muss einen Rauchmelder installieren und wer ist für die Wartung verantwortlich?

Die Pflicht zur Installation eines Rauchmelders besteht in der gesamten Bundesrepublik. Als einziges Bundesland hat Sachsen immer noch keine Regelung für Bestandsbauten, in Neubauten werden aber auch hier seit 2016 Rauchmelder standardmäßig eingebaut.

Für die Wartung der Brandmelder gibt es keine gesetzliche Regelung. Meist kümmert sich der Vermieter als Eigentümer des Rauchmelders darum, dass dieser ordnungsgemäß funktioniert. In Sachsen ist dies Sache der Mieter. Auch in anderen Bundesländern werden die Kosten für die Wartung eines Rauchmelders auf die Monatsmiete umgelegt. Dies ist meist nur ein kleiner Betrag von ein bis zwei Euro, der dann 1x im Jahr dafür ausreicht, dass eine Fachfirma den Rauchmelder auf Funktionalität überprüfen kann.

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Der Rauchmelder ist so eingestellt, dass er nicht bei Zigarettenrauch oder Kerzenlicht anschlägt. Rauchmelder gibt es in drei Ausführungen, nämlich Ionisationsrauchmelder, thermooptische Brandmelder und fotooptische Rauchmelder. Letztere sind die gängigste Ausführung, die gerne aufgrund der geringen Anschaffungskosten von Eigentümern großer Wohnkomplexe bei den einzelnen Mietern eingebaut werden. Gemeinsam haben alle Arten von Rauchmeldern, dass sie die Konzentration des Rauchs messen. Bei den fotooptischen Rauchmeldern geschieht dies mittels eines Infrarotstrahls, also ähnlich wie in der Fernbedienung des Fernsehers. Bei Ionisationsrauchmeldern wird eintreffender Rauch zwischen zwei Metallplatten registriert, Partikel aus dem Rauch setzen sich dort fest und führen zu einem Feueralarm.

Einem Fehlalarm des Rauchmelders vorbeugen

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass in Küche und Bad nie Rauchmelder installiert werden? Üblicherweise befindet sich der erste Rauchmelder direkt im Flur, oder einem Zimmer hinter der Wohnungstür. Dieser Rauchmelder tönt im Fall eines Alarms laut in das Treppenhaus und ist im ganzen Haus gut zu hören. So können auch Nachbarn auf einen Wohnungsbrand aufmerksam werden und bei Bedarf Hilfe holen. Wegen Dämpfen beim Kochen und Braten könnte es bei einem in der Küche installierten Rauchmelder häufig zu Fehlalarmen kommen, auch aus dem Backofen dampft es immer mal wieder beim Öffnen der Ofenklappe. Wasserdampf beim Duschen oder die allgemein höhere Feuchtigkeit bei einem warmen Vollbad könnten von einem Rauchmelder im Badezimmer fehlinterpretiert werden. Es käme zu störenden Falsch-Alarmen des Rauchmelders.

Den passenden Rauchmelder finden

Sie haben neu gebaut und möchten Ihr Haus nun mit einem Rauchmelder sichern? Ihre vom Vermieter installierten Rauchmelder lösen ständig Fehlalarme aus oder genügen Ihren Zwecken aus anderen Gründen nicht mehr? Mit diesem Vergleich der besten Brandmelder sind Sie auf der sicheren Seite, was die Funktionen und eine Übersicht von Wartung und Pflege eines Rauchmelders angeht. Vergleichen Sie die Preise, aber allein der Preis sollte bei der Anschaffung eines Rauchmelders nicht das entscheidende Kriterium sein.

Möchten Sie einen durch den Vermieter bereits eingebauten Rauchmelder installieren, sollten Sie ihn vor dem Kaufen eines Rauchmelders auf alle Fälle darüber informieren. In der Regel haben Vermieter nichts dagegen, wenn ein hochwertigeres Gerät eingebaut werden soll. Es kann aber sein, dass Sie die Kosten für Wartungsarbeiten dann komplett selbst übernehmen müssen. Bietet die vom Hauseigentümer beauftragte Firma keine Wartungsarbeiten für Ihren neuen Rauchmelder an, kann sich dies organisatorisch zu einem zeitintensiven Problem entwickeln.

Benötige ich im Garten einen Rauchmelder? Warum gibt es im Büro keinen Rauchmelder?

Auch in Büro- und Arbeitsräumen besteht die gesetzliche Verpflichtung, Rauchmelder zu installieren. Zuständig ist dafür aber nicht Ihr Chef, sondern der Vermieter beziehungsweise der Eigentümer des Bürokomplexes. Sie können dort anfragen und Ihre Bedenken zur Sicherheit am Arbeitsplatz schildern. Auch ohne eine Begründung ist der Hauseigentümer gesetzlich daran gebunden, Rauchmelder für Arbeitsräume zur Verfügung zu stellen.

In der eigenen Garage oder in der Gartenlaube gelten diese Regelungen aber nicht. Es steht Ihnen frei, zum Selbstschutz auch im Garten einen Rauchmelder zu installieren. Auch die eigene Hobbywerkstatt kann mit einem Brandmelder ausgestattet werden. Liegt diese im Keller, wie ein gewöhnlicher Abstellraum, besteht dazu jedoch keine Verpflichtung. Schweißen Sie häufig in Ihrer eigenen Werkstatt oder arbeiten Sie viel mit offenem Feuer, kann es zu einer Häufung von Fehlalarmen Ihres Rauchmelders kommen.